Altgermanische Sittenlehre und Lebensweisheit


Altgermanische Sittenlehre und Lebensweisheit

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von Andreas Heusler

68 Seiten

Schwur der Germane vor dem Taufbecken "dem Teufel und allem Teufelsopfer" ab, d. h. den alten Göttern und ihrem Dienste -: damit hätte er sein Gut und Böse noch nicht verleugnet; eben weil diese heidnische Sittlichkeit so wenig im Jenseitsglauben wurzelte. Doch kamen ja mit dem neuen Gott und dem neuen Teufel auch neue Sittengebote. Es waren nicht die des Urchristentums; sonst hätte der Täufling geradezu in eine neue Haut fahren müssen. Was man ihm predigte, war eine stark verwandelte Jesuslehre, dem Weltlauf angepaßt, einerseits ihrer schroffen Unbedingtheit entkleidet, anderseits mit Formendienst und Werkfrömmigkeit beschwert.

Wie der Germane in diese Sittlichkeit hineinwuchs; welche Brechungen und Mischungen sich da ergaben, hat die Historie zu untersuchen. Uns genüge ein Ausblick, welche Seiten an der altgermanischen Sittenlehre vor anderen das Unchristliche, den Gegensatz zu den Idealen der Kirche bezeichnen.

Es wird zum Teil ein Rückblick sein; da und dort tragen wir in die früher gezogenen Linien eine Ergänzung ein. Hier, wie überall, wo es auf das Intimere ankommt, sind die isländischen Zeugnisse unsere Führer.

In dieser Kriegerethik schätzt man bis zur Einseitigkeit die harten Eigenschaften am Menschen. Härte gegen sich selbst wie gegen Freund und Feind. Also auch keine Kreuzträgerei, kein Mitleiden und kein böses Gewissen!

Altdeutsche Männernamen wie Steinhart, Stahelhart enthalten ein Wunschbild; wir wissen, ein nicht immer verwirklichtes! Bei Süd- und Nordgermanen finden wir das Wort "einhart": zunächst "eigenwillig, unbeugsam", dann auch soviel wie "zuverlässig, ehrenhaft"; bezeichnend, daß der Messiasdichter es umwertet zum Ausdruck für die verstockten Hohepriester!

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